Körperstellungen (Asanas)

Die einfachste Geste

wie auch die anspruchvollste Übung

führst du mit fließenden Bewegungen aus,

ohne Unterbrechung und Sprünge.

Das Ende ist ein Anfang ...

Und dann kommt die Zeit,

da Yoga nicht mehr etwas ist,

was du zweimal am Tag tust.

Es ist immer da.

In jeder Geste, in jedem Schritt.

Du gehst, du wendest den Kopf,

du hältst eine Tasse, du triffst eine Entscheidung,

alles ist Asana.

Es zeigt sich in allen ...

Leichtigkeit und Anmut.

Freiheit und Harmonie.    Frederic LeBoyer

Die Yoga-Asanas werden statisch und mit dem Gefühl der inneren Leichtigkeit praktiziert. Diese beiden Aspekte, Festigkeit und Entspanntheit, begründen die besondere Qualität und außerordentliche Wirkung der Yoga-Asanas.

Sthira sukham asanam
PYS 2,46

„Die Körperstellung soll fest und angenehm sein“

KörperhaltungFestigkeit: Die Körperstellungen werden bewegungslos gehalten, dies gibt dem Praktizierenden die Möglichkeit zu tiefer Selbstwahrnehmung. Durch die Bewegungslosigkeit des Körpers, gelangt auch der Geist zunehmend in einen ruhigen Zustand. Die energetischen und physischen Wirkungen der Asanas können sich voll entfalten.

Leichtigkeit:  Die Körperstellungen sollen nur so lange und so intensiv gehalten werden, dass sie als angenehm empfunden werden. Wird die Atmung unregelmäßig ist dies ein Zeichen, dass zu intensiv geübt wird. Dauer und Intensität der Stellung sind zurückzunehmen.

Töte niemals den Instinkt deines Körpers
für eine prächtige Haltung.Vanda Scoravelli

Swami Sivananda über den Unterschied zwischen Yoga-Asanas und „normalen“ Körperübungen:

„Normale Körperübungen entwickeln nur die oberflächlichen Muskeln des Körpers. Man kann ein Sandow (Anm: Athlet) mit einem wunderschönen Körperbau werden. Asanas hingegen sind für die gründliche Übung der inneren Organe gedacht, wie Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse, Darm, Herz, Lunge, Gehirn und die wichtigsten Hormondrüsen des Körpers. Asanas harmonisieren die inneren Organe und beleben die Schilddrüse und andere endokrine Drüsen, die eine sehr wichtige Rolle bei der Erhaltung der Gesundheit spielen.

Normale Körperübungen treiben das Prana (Anm: die Lebensenergie) nach außen. Asanas schicken das Prana nach innen und verteilen es ganz gleichmäßig über den ganzen Körper und seine verschiedenen Systeme.

Asanas sind nicht nur Körperübungen. Sie sind mehr als das. Sie schenken seelisches Gleichgewicht. Sie helfen bei der Beherrschung der Emotionen.“

  1. Körperstellungen (Asanas)
  2. Yoga-Ernährung
  3. Atemübungen (Pranayamas)
  4. Entspannung und Meditation
  5. Die Kraft der Gedanken

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